
Kochkurs
Sprachkurs
Buchtipps
Feste Feiern
Gruppenreisen
Hintergrund
Reiseberichte
Urlaubsküche
Urlaub mit Kindern
Malkurs
|

|
Reiseberichte -
Gubbio - Für Umbrien-Urlauber ein Muss!
Vor drei Jahren wurde uns Umbrien als Geheimtip für einen Italienurlaub empfohlen. Wir verbrachten eine wunderbare Ferienwoche bei Fabrizio und seiner Familie auf der Casa Casalta in der Nähe von Gubbio.
Nachdem wir von den vielen Ausflugsmöglichkeiten beim ersten Besuch bei weitem nicht alles gesehen haben, beschlossen wir dieses Jahr wieder nach Umbrien zu reisen. Wir haben viel neues entdeckt, aber unser Lieblingsstädtchen war wieder Gubbio.
Gubbio, in 522 m Höhe an den Hängen des Monte Ingino gelegen, ist bei einer Reise nach Umbrien ein Muss. Der Ursprung dieses Ortes geht auf die Zeit der Etrusker zurück. Im alten Zentrum stehen die Häuser dicht aneinandergedrängt, es geht steil bergauf, bergab.
Wir bummeln ausführlich durch die engen Gassen, mittelalterlich geprägt mit vielen gotischen Bauten. Je höher wir nach oben wandern, um so ruhiger wird es und es wirkt alles fast ein bisschen museal.
Wir beginnen unseren Rundgang bei der Loggia die Tartori, an der morgens unter den Arkaden ein kleiner Obst, Gemüse und Blumenmarkt stattfindet, früher wurde das die Loggia im Obergeschoss als Trockenboden von den Weber benutzt.
Über die Via della Republica geht es hinauf zum Palazzo dei Consoli (Priorenpalast), dort werden im Archäologischen Museum die einzigen erhaltenen Gesetzestafeln der alten Umbrer, die Eugibinischen Tafeln, aufbewahrt. Die 7 Bronzetafeln stammen aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. sie sind umbrisch-etruskisch und lateinisch beschriftet, teilweise in Spiegelschrift und das wichtigste Zeugnis der umbrischen Sprache. Die Texte berichten von Kulten und Verordnungen der Stadt.
Viele Städte Umbriens liegen auf Berghängen, eine große Herausforderung für die Architekten der damaligen Zeit, in Gubbio haben sie außergewöhnliches geleistet. Der Priorenpalast liegt auf halber Höhe des Berges und man sieht von weitem kaum, in welch extremer Hanglage er errichtet wurde. Er ist buchstäblich zum größten Teil "in die Luft hinein" gebaut worden. Er zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Kommunalpalästen und gilt als eine der kühnsten städtebaulichen Unternehmungen des italienischen Mittelalters.
Man nimmt an, dass er im Jahr 1332 von dem Stadtarchitekten Matteo di Giovannello, Gattapone genannt, erbaut wurde. Wir kommen zur Piazza della Signoria, die oft als einer der schönsten Plätze Italiens bezeichnet wird, diese ist jedoch noch nicht die höchste Stelle Gubbios. Der Dom liegt noch höher, über enge, malerische Gassen steigen wir immer weiter nach oben. Immer wieder stellen wir fest, dass man in Gubbio gut zu Fuß sein muss. Bevor wir den Dom besichtigen wollen, entdecken wir linker Hand, kurz unterhalb vom Palazzo Ducale, eine wunderschöne Gartenterrasse mit Bar und einem super Blick auf das Rathaus und die Altstadtdächer und erholen uns bei einem Cappuccino.
Nach der Besichtigung des mehrfach umgestalteten Doms gehen wir durch den Hinterausgang durch einen Garten und kommen zu einem Aufzug, der uns wieder nach unten zur Piazza della Signoria bringt. Insgesamt gibt es vier Aufzüge in der Stadt, die einem das viele Auf und Ab in der Stadt sehr erleichtern können. Es gibt noch sehr vieles in dieser wunderbaren Stadt zu entdecken, wir aber beschließen für heute, den Besuch zu beenden. Die restlichen Sehenswürdigkeiten werden wir beim nächsten Mal erkunden.
Gubbio ist auch bekannt durch den "Corsa dei Ceri",("das Rennen der Verrrückten") das Fest zu Ehren des Patrons der Stadt, des Heiligen Ubaldo. Jedes Jahr am 15. Mai findet der "Wettlauf der drei Riesenkerzen" statt, hierbei tragen drei Mannschaften, alle in historischen Gewändern, jeweils eine sechsMeter hohe und 4 Zentner schwere Statue (eine des Heiligen Ubaldo, eine des Heiligen Antonius und eine des Heiligen Georg) auf den Monte Ingino zur Basilika des Heiligen Ubaldo.
Philipp G., September 2011
|
|
|